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Rennbericht 12h von Großkugel

Heiße Reifen in der heißen Rille von Leipzig

 

135 km auf der Schiene, 1600 km auf der Straße und eine tolle Teamleistung standen am Ende des Wochenendes für die drei Fahrer und ihren Lancia LC2 zu Buche.

Das sind die Eckdaten des Siegerteams beim ersten 12h Rennen der Rennbahnfreunde Leipzig.

Aber alles der Reihe nach.

Am Wochenende um den 16. September hatten die Leipziger Rennbahn Freunde zu ihrem ersten 12h Rennen eingeladen.

Auf der sechsspurigen Carrerabahn sollten 7 Mannschaften zum Kampf um den Pokal antreten. Neben den Slot Tigers, Alrik Luther, Fabian Luther und Andre Müller hatte der veranstaltende Club noch ein stark besetztes Juniorteam gemeldet.

Hier versuchten Theresia Walzog, Robert Pannike und Felix Prouza den Regler zum glühen und die Konkurrenz zur Verzweiflung zu bringen.

Aus dem hohen Norden reisten die Rennfreunde Anklam mit Rita und Rene Kasch, sowie Birger Ernst an.

Der SRT Frohburg wollte mit Norbert Reichelt und Bernd und Carsten Starke den Pokal nach Hause holen.

Der Süden Deutschlands, genau genommen Bayern, wurde durch Bernhard Niessel und Roland Amerell vertreten, die als Team SRC Ebersberg, von den Heimfahrern Uwe Menz und Jörg Lippert unterstützt wurden.

Auch LOS versuchte sein Glück im Osten der Republik und trat mit seinen Stammfahrern

Michael Wilke, David Rüben und dem alten Mann (Günter Rüben) an.

Gerd Tischer, Stefan Kenk und Falk Reichbott brachten als Saxsonia Scale Team eine englische Rennkatze an den Start.

Norden, Osten, Süden und Westen – von überall also waren die Teams gekommen.

Genauso vielfältig wie die Himmelsrichtungen war auch die Fahrzeugwahl: Jaguar, Sauber und Lancia waren zu bestaunen – doch sehr überraschend, da bei Gruppe-C Rennen doch meist eine Porsche-Übermacht die Gegner das fürchten lehrt.

Doch auch Großkugel musste nicht ohne den deutschen Edelboliden auskommen, denn die Jungs und Mädels aus Anklam setzten ihren Jägermeisterporsche an die Startlinie.

 

Am frühen Freitagabend konnten alle Fahrer, bis auf die Bayern, die um 18 Uhr noch 350 Autobahnkilometer vor sich hatten, die ersten Runden drehen.

Wolfgang Luther, die gute Seele der Heissen Rille, sorgte sich um die Technik der beiden Slot Tiger Autos, sondern auch um alle belange der Teilnehmer.

Essen, Getränke oder einen Platz für die Nacht, alles lag bei ihm in den besten Händen.

Danke dafür!

Mitternacht war dann, nach einem italienischen Abendessen, das erste freie Training vorbei und man begab sich zur verdienten Ruhe.

Ruhe? Dann fragt doch mal den Stefan…

Der Renntag begann mit einem gemeinsamen Frühstück und einigen Geschichten aus der Vergangenheit.

Geschichten? Dann fragt doch mal den Michi nach der Feuchtigkeit…

 

Aber jetzt zum Rennen!

Zwei Lancia`s, dreimal Jaguar ein Sauber und ein Porsche kamen ohne Beanstandung durch die Abnahme.

Um 14:30 begann das Quali.

Die Favoriten waren nach dem Quali gefunden, denn SST und die beiden Slot Tiger Teams

zeigten ihre Stärke auf der Bahn.

Für LOS lief es dagegen sehr schlecht, denn man war Vorletzter und konnte bei der Vergabe der Startspur die geplante Renntaktik nicht umsetzen.

 

Am Start standen:

Spur 1:  SST / Jaguar / Falk

Spur 2:  SRC Ebersberg / Jaguar / Uwe

Spur 3:  Slot Tiger / Sauber / Andre

Spur 4:  LOS / Lancia / David

Spur 5:  Slot Tiger jr. / Jaguar / Theresia

Spur 6:  Anklam / Porsche / Rene

 

Um 15 Uhr fiel der Startschuß!

Die sechs Teams im ersten Heat brannten ein Feuerwerk ab und man verbesserte ständig die Rundenzeiten.

Hatte LOS beim Quali tiefgestapelt? Denn der Lancia rannte wie die berühmte Sau und David konnte schnell einen kleinen Vorsprung heraus fahren.

Der SST Jaguar hatte auf Spur 1 einige Mühe das Tempo mit zu gehen, aber kein Wunder LOS fuhr ja auch auf einer der mittleren Spuren.

Auch die beiden Heimautos mussten sich mächtig ins Zeug legen um den Abstand zu LOS nicht zu groß werden zu lassen.

Rene machte mit dem Porsche mächtig viel Druck und hatte immer einen lockeren Spruch auf Lager.

10 Runden Vorsprung nach dem ersten Durchgang und David war mit lockeren Sprüchen bei LOS der Held der Spur 4.

In den folgenden Turns wurde hart aber fair um die Positionen gefahren.

Als Alrik von den Slot Tiger mit dem Sauber und Günter von LOS mit dem Lancia, auf einander trafen entbrannte ein fight der Extraklasse.

Rundenlang waren die beiden Autos mit den Spiegeln auf gleicher Höhe und mal hatte der Lancia, mal der sauber die Nase vorne.

40,50 Runden dauerte diese Darbietung und beide Fahrer waren nach dem Turn begeistert von dem Kampf und der Fairness.

Am Schluss hatte der Sauber die Nase vorn!

 

Der zweite Lancia im Feld hatte von Anfang an leichte Schwierigkeiten die Power auf die Schiene zu bringen.

Trotzdem ließen sich Bernd, Carsten und Norbert den Spaß am Rennen nicht verderben und trieben den Italiener um den Kurs.

Auch in Leipzig war geballte Frauenpower am Start.

Theresia (STjr.) und Rita aus Anklam, machten mit ihrer Fahrzeugbeherrschung den Herren das Leben schwer.

Es wird Zeit für ein reines Damenteam!

 

Der kleinste Starter im Feld war auf der Schiene einer der größten!

Felix, der für das Juniorteam an den Start ging und immer auf einer Kiste stand, hatte keine Mühe die Zeiten der meisten Fahrer mit zu gehen.

Ein echtes Talent!

Nach sechs Durchgängen machte Rene einige Fotos vom Zeitnahmemonitor um den Zwischenstand für die Nachwelt fest zu halten, denn man führte!

Nach den sieben Tagturns hatten die Jungs von Level One, auch dank der Streckenkenntnis von Michi, den Vorsprung auf 32 Runden ausgebaut.

Doch die Nacht stand bevor und die Heimschumis würden ihre Bahnkenntnis voll ausspielen.

 

Der Stand zur Halbzeit:

 

  • LOS
  • Slot Tiger
  • SST
  • Slot Tiger jr.
  • Anklam
  • Ebersberg
  • Frohburg

Die Bahnbeleuchtung wurde um 22 Uhr abgeschaltet.

Jetzt begann die Zeit der Heimfahrer und das wurde deutlich als nach zwei Dunkelturns der Vorsprung des Führungsteams auf 18 Runden geschmolzen war.

Rolli, der Ebersberger „Samurei“, fuhr im Dunkeln wie entfesselt, denn sein Mannschaftskollege Börnie musste ihn immer mit den Worten „ Rolli, hinterher fahren reicht“ bremsen.

Nach zwei Turns hatte sich auch LOS auf die Dunkelheit eingestellt und Michi baute die Führung wieder leicht aus.

Auch der Teamchef von LOS konnte noch einige Runden auf die anderen Teams gut machen.

Aber auch Saxsonia wurde immer stärker.

Gerd, Falk und Stefan trieben ihre Raubkatze der Hoffnung, dass nach vorne noch eine Chance besteht, um den Kurs .

Bei den großen Tigern wurde man nervös!

Der kleine Tiger Felix ging erst mal `ne Runde schlafen, denn wer so schnell slottet hat auch ein wenig Ruhe verdient.

LOS änderte nach drei Turns die Taktik und man beschloss das Michi am Ende einen Doppelstint fährt, da seine Streckenkenntnisse vielleicht der Schlüssel zum Erfolg sein könnten.

Die Slot Tiger gerieten im letzten Durchgang stark unter Druck, da der Jaguar von SSR

immer näher kam.

Stefan, der die Raubkatze im letzten Turn durch den Slot trieb, konnte Runde für Runde auf den Sauber auf holen. Aber am Ende fehlten 2 Runden!

SSR Platz drei.

 

Nachdem die Frohburger ihren Lancia erneut gewartet hatten, konnte man die schnellsten

Zeiten im Feld fahren.

Warum ging`s nicht eher?

Im letzten Umlauf lies Michi den LOS Lancia dann um den Kurs fliegen und sicherte den Rennsieg.

 

Endstand:

    • LOS
    • Slot Tiger
    • SSR
    • Anklam
    • Slot Tiger jr.
    • Ebersberg
    • Frohburg

Einstimmige Meinung aller Fahrer war, dass man diese Veranstaltung gerne wiederholen würde.

Nach der Siegerehrung wurden die Boliden verpackt und die Fahrer machten sich auf um noch eine Mütze Schlaf zu bekommen.

Wir bedanken uns bei allen Mitgliedern der Rennbahnfreunde Leipzig für die tolle Veranstaltung. Besonders möchten wir uns bei Wolfgang für die super Betreuung bedanken.

 

Ein paar Sprüche vom Wochenende:

 

5 Minuten vor Rennende:

Fahrer: “Kann ich noch mal frische Reifen haben?”

Mechaniker: “Bist du wahnsinnig?”

Fahrer mit Nachdruck:  “Ja, ich bin wahnsinnig!!!”

 

“Die Strecke geht voll, außer die Kurven.”

 

Zwei füllige Fahrer:     “Wir verleihen der Veranstaltung Gewicht!”

 

Bis dann

Der alte Mann

 

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