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Rennbericht aus Sicht von LOS


24h-GT digital in Eupen / Baelen

Auch in diesem Jahr zog es am ersten Oktoberwochenende wieder etliche Teams
nach Belgien.
Die Rennstrecke von Spa im Maßstab 1:100 und die Möglichkeit einmal digitales
Slotracing zu betreiben, waren der Grund dafür, dass sieben belgische, drei deutsche und ein italienisches Team an den Start gingen.
Nach der kurzfristigen Absage einer Mannschaft standen dann am Freitag um 17Uhr elf GT`s
vor O`Rouge und warteten auf die Freigabe des ersten freien Trainings.

Schnell hatten sich die erfahrenen Piloten an die Strecke gewöhnt und man begann mit der Abstimmung der Fahrzeuge.

Teilnehmer: Team Cicloni 360 Modena / Ninco

Team La Follie Maserati MC12 / ?

Team Techniplast Maserati MC12 / Carrera

Team SRCB Lamborghini Murcelago / Auto Art

Team Hobby 2ooo Corvette C6R / Fly

Team CSRE Corvette C6R / Fly

Team CSRE jr. 360 Modena / Ninco

Team LOS Saleen / Artin

Team Lichters Corvette C6R / Fly

Team Roadrunner 360 Modena / Ninco

Team DMR Saleen / Fly

Die Rundenzeiten purzelten und wie erwartet wurden die belgischen Autos ihrer Favoritenrolle gerecht.
Aber auch die anderen Mannschaften schraubten ihre Zeiten nach unten.
Besonders LOS konnte sich mit schnellen Runden, und einem Auto das auf Anfrage erst in die Homollogationsliste aufgenommen worden war, einen Platz unter den ersten drei erkämpfen.
Es tauchte bei einigen Leuten die Frage auf „Artin, noch nie gesehen“.
Die Junioren vom CSREupen hatten zu Anfang größere Schwierigkeiten sich an die Bahn zu gewöhnen. Aber mit einer Kiste als Podest hatten auch sie bald die Übersicht.
Die Feinschmecker von Lichters hatten die Qual der Wahl, den Aston DBR9 oder die Corvette? Man entschied sich dann für die Corvette und hoffte, dass der Ami sich am Ende mindestens auf Platz acht befinden würde.
360 Modena das war die Wahl der Roadrunner und ihr Topfahrer zeigte, dass man den Italiener auf der Rechnung haben sollte, wenn die Plätze verteilt werden.
Auch der Cicloni Ferrari lief schon am Freitag super Zeiten und man konnte mit einem harten Kampf zwischen den Teams rechnen.

Im Rahmenprogramm fand ein Gruppe C Rennen statt, für das sich 22 Mannschaften gemeldet hatten. Es wurden zwei Vorläufe und ein Finallauf gefahren.
Zudem sorgte ein Buffet der Extraklasse für das leibliche Wohl der Fahrer und aller Gäste.

Samstag 6.10.2008 Nebel über Belgien.

Um 8Uhr ist es soweit und die Strapazen nehmen ihren Lauf.
Strapazen ja, aber nicht für alle!
Die Jungs von LOS sitzen um 8 noch beim Frühstück. Man lässt den Tag ruhig angehen, denn der Saleen hatte im Training überzeugt.
Kurz vor 9Uhr hatte man dann auch die Bahn erreicht und die ersten Runden gedreht.
Da man sich mit einem Lancia LC2 schon für Endlauf des Gruppe C Rennens qualifiziert hatte, wurde nun das 24h Auto für das Quali vorbereitet.

13:15 starteten 11 Gruppe C Boliden auf der Strecke von Spa ein heißes Rennen.
Von Position 3 ging der weiße Lancia von LOS auf die Bahn und David konnte das Auto aus allen Startkollisionen heraus halten.
Nach 10 Minuten lagen noch 5 Autos innerhalb von 2 Runden und diese Spitzengruppe legte ein höllisches Tempo vor.
Langsam konnte sich der Porsche von AG Racing vom Feld absetzen und die beiden belgischen Fahrer Armin und Gilles ließen die Sache ein wenig entspannter angehen.
Immer noch auf Platz drei liegend übergab David den LOS Lancia an Mario und der konnte das Auto sicher auf diesem Platz ins Ziel bringen.
Den Sieg holte sich AG Racing vor Hobby 2000, Glückwunsch!

Um 15:30 wurde es dann ernst, denn das Quali begann.
11 Autos auf der Strecke und dann eine freie Runde finden ist beim fahren auf einem digitalen System gar nicht so einfach.
Mario lies den Regler glühen und drückte seine Rundenzeiten immer weiter nach unten.
Noch mal Reifen säubern und in der Box warten bis man eine Lücke im Verkehr findet und wieder raus auf die Strecke.
Wieder 1/10tel schneller!
Stress für den Boxenmann: Schleifer säubern, Reifen abziehen, neue Lagerschmierung und die Rundenzeiten der Konkurrenten im Blick.
Ende der Qualisession und leichte Freude bei LOS, Platz drei, das ging richtig gut.
Platz eins ging klar an Techniplast, denn deren Zeiten waren deutlich schneller als die des Rests.

Mit 15 minütiger Verzögerung ging es dann um 16:15 auf die Hatz durch O Rouge!
Bei Level One stand Michi am Drücker und trieb den Saleen um den Kurs.
Die Roadrunners hatten gleich ihren Topfahrer am Regler und auch Lichter machten von Anfang an mächtig Druck.
24h Sprintrennen ?
Nach dem sich die Anspannung gelegt hatte pendelten sich die Rundenzeiten bei einer, bis anderthalb, Sekunden über Qualizeit ein.
Auf einer 70 Meter Bahn immer noch ein sauschnelles Rennen.
Nach einer Stunde lagen 4 belgische Autos knapp gefolgt von dem „Artin Panzer“ (114g)
vorne.
CSREupen, Lichters und der Ferrari aus Italien kämpften um jeden Meter Schiene.
Deutlich entspannter gingen die Teams ans Werk, als jeder Fahrer seinen ersten Turn abgespult hatte und man seinen direkten Gegner kannte.
Für LOS war das ab der vierten Stunde der Maserati von La Follie.

Die Sonne ging um 22 Uhr unter und die Strecke versank in der Dunkelheit.
Das war die Zeit von LOS, denn die jungen Fahrer David und Mario sehen wie zwei Adler und so fegten die blauen Positionsleuten durch das Feld.
Aber es gab auch Dramen in dieser Nacht.
Im Modena der Roadrunners verrauchte die Elektronik und man tauschte sie aus.
Trotzdem keine Leistung.
Der Teamchef wechselte erneut den digital Chip und den Motor.
Trotzdem keine Besserung.
Dann auch noch ein Ausfall der Beleuchtung.
Die Mannschaft konnte ihr Pech kaum glauben aber gegen 3Uhr am Sonntag hatte man alle Probleme gelöst und machte sich von ganz Hinten auf die Jagt.
Tolle Moral!

Auch Lichters hatten mit ihrer Corvette Probleme und bauten in der Nacht noch das Set up um. Platz acht dabei immer im Blick.
Die Taktik von Level One begann gegen 1Uhr auf zu gehen, als Mario den Saleen am Maserati von La Follie vorbei schob und gleich einige Runden Vorsprung drauf packte.
Der zweite Saleen im Pulk konnte die Zeiten nicht mitgehen und hatte auch noch Schwierigkeiten mit der Beleuchtung.
Gegen drei Uhr trieb David dann das LOS Auto um den Kurs und zog am Lambo der
Brüsseler Truppe vom SRCB vorbei.
Das hieß, dank der Adleraugen im Team, Platz drei.

Sonnenaufgang war um 6 Uhr und es entbrannte ein heißer Fight um die Plätze 6,7 und 8.
Die Italiener, Lichters und die Truppe vom CSREupen ließen die Kuh so richtig fliegen und rannten mit wenigen Metern Abstand mehrere Stunden um die Bahn.
Nicht immer wurden hier von allen die Regeln der Fairness eingehalten, weder auf der Strecke noch als Streckenposten, was bei einigen Leuten die klasse Stimmung während des Rennens trübte.

Techniplast konnte seine Spitzenposition in der Nacht festigen. Aber die Show der Nacht lieferte Cedrik vom Team Hobby 2000 der die Corvette von Platz sieben auf Platz zwei fuhr.
Das war SPITZE!!!
Das Rennen tobte hin und her und LOS verteidigte bis kurz nach acht seinen dritten Platz, musste sich dann aber dem Grande Senior vom SRCB, Grégoire, beugen.
Die Plätze vorne waren bezogen.
Die Roadrunner fuhren mittlerweile schon wider auf Platz neun und es machte sogar Spaß!
Die Würze in dieser Phase war der Fight um Platz 6, den immer noch der Cicloni Ferrari, die Lichters Corvette und die Corvette aus Eupen austrugen.
Keines der drei Autos konnte sich einen beruhigenden Vorsprung heraus fahren und alle Teammitglieder standen unter Strom.
Nach einem Reifenwechsel übernahm Günter von LOS um 15:15 Uhr den Saleen, zum letzten Hit, mit ca. 85 Runden Vorsprung, auf die Truppe von La Follie.
Das müsste reichen um eine lockere letzte Stunde zu fahren.
Leider lief die Sache anders:
Nach fünf Minuten begann der Bolide an Speed zu verlieren und kroch nur noch um den Kurs.
Die Rundenzeiten stiegen um 5-6 Sekunden und es wurde immer schlimmer.
Reicht das bis zum Ende?
Die Schleifer waren am Ende, also wurde der Leitkiel getauscht.
Keine Besserung…
Man büßte 10 Sekunden auf die Verfolger ein.
Reicht das bis zum Ende?
Das Team holt ihren Boliden in die Box und man wechselt den Motor.
Keine Besserung…
Bis jetzt 30 Runden verloren, was ist zu tun?
Wieder in die Box und den Chip wechseln.
Wieder etliche Runden eingebüßt aber keine Besserung…
Los hat alles getauscht, bis auf den Regler - die letzte Chance.
Ein neuer Regler und der Bolide geht wie am Anfang; Glück gehabt und dem fünften Platz ein Schnippchen geschlagen!

Pünktlich um 16:15 wird ein super 24h Rennen, mit einem verdienten Sieger, Team Techniplast, abgewinkt.
Alle Teams waren sich am Ende einig, dass ein Rennen auf dieser tollen Strecke auch nächstes Jahr wieder sein muss.
Dafür nimmt man gerne Stress und Schlafmangel in Kauf, denn nicht nur das Fahren, sondern auch die Bewirtung und die Benzingespräche machen die Sache einfach zu einem Erlebnis.
Ein Dankeschön vom Team LOS an alle Helfer und Organisatoren für eine tolle Veranstaltung!

Zieleinlauf:
1. Techniplast
2. Hobby 2000
3. SRCB
4. LOS
5. La Follie
6. Lichters Racing
7. CSREupen
8. I Cicloni
9. S.C.B. Roadrunner
10. CSREupen Junior
11. D.M.R.

 

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