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Aller guten Dinge sind drei…oder doch FÜNF?

LOS Rennbericht 24h Mittelhessen

Team LOS hatte sich für das 24h Rennen bei den Schlitzpistenflitzern in Giessen eingeschrieben und machte sich am Freitag den 4.Mai auf den Weg nach Mittelhessen.
Im Gepäck hatte man einen Lancia LC2 und den festen Willen nicht wieder fünfte zu werden, denn diese Platzierung hatte das Team bei den letzten 5 Langstreckenrennen belegt.

Die erste positive Überraschung erlebten die vier bei der Ankunft an der Bahn.
Bahnstandort war die Sammler und Hobbywelt in Busek, unweit von Giessen.
Schon vor der Halle gab es Hubschrauber und Flugzeuge in 1:1 zu bestaunen und beim betreten der Location fielen die vielen schönen Oldtimer ins Auge.
Der fünfte Mann von LOS, Michi Wilke, war auch schon vor Ort und wartete bereits sehnsüchtig auf den Lancia, denn nur durch Training kommt man voran.

Der Bahnraum und die Schrauberplätze waren ein Traum für jeden der sich ansonsten mit vielen Fahrern in meist viel zu kleinen Kellerräumen rumschlagen muss.
Wir hatten soviel Platz das man locker 30 (in Worten „dreissig“) Teams hätte unterbringen können.
Für jede Mannschaft ein riesiger Tisch und für jeden Fahrer mindestens ein Stuhl, Licht und Strom, was will man als Schrauber mehr?
Zwei sechsspurige, ca.35 Meter Ninco Bahnen die spiegelverkehrt zueinander aufgebaut waren, boten die Arena für die Hatz über 24 Stunden.

Nach den ersten Trainingsrunden wurde den Jungs von Level One schnell klar: Der Lancia mit dem man an den Start gehen wollte würde wohl der einzige Italiener sein, der sich ala don Quichote in den fast aussichtslosen Kampf gegen die Horden von Porsche stürzen würde.

Die Spurverteilung war schnell geklärt: Willi und Günter hatten sich für die Aussenspuren entschieden. Horst, David und Michi sollten auf den Spuren 2, 3, und 5 den Lancia um die Strecke treiben.
Die Bahn 4 blieb übrig und lies deshalb Platz für eventuelle taktische Spielereien.

Die Titelverteidiger, NO TIME RACING aus Frankfurt mit Günther Riehl, Kevin Krollmann, Lukas und Andreas Hofmann sowie Frank Schüler und Harald Mieth gaben schon am Freitag ihre Visitenkarte ab und fuhren mit 8.4sec. die schnellste Zeit im freien Training.
Auch das Heimteam von den Schlitzpistenflitzern überzeugte mit schnellen Rundenzeiten und hatte für das Rennen noch ein Ass im Ärmel.
Nach einem italienischen Abendessen und einigen Bierchen bezog Level One in der Blockhütte vom CVJM sein Nachtlager.
Für alle ein Erlebnis und eine Zeitreise zurück in die 70ger.
Renntag:
Nach einem ausgiebigen Frühstück im Cafe Albert ging es wieder an die Bahn zum abschliessenden Training.
Mitlerweile waren auch alle Teams am Ort des geschehens und man freute sich auf das Rennen und auf das im Vorfeld groß angekündigte Catering.
Bei der Abnahme zeigte der Lancia keine Schwäche, weder Rost noch irgendwelche Probleme mit der Elektronik!!!
Um 15:00 standen 11 kleine Porsche und ein einsamer Lancia LC2 an der Startlinie und warteten darauf sich in das Abenteuer 24h von Mittelhessen zu stürzen.
Jetzt ging auch das Catering an den Start, und die legten ein Tempo vor mit dem wohl kein Team auf der Piste hätte mithalten können. Kulinarische Spitzenleistungen im Minnutentakt! !!!
Team LOS startete auf Bahn A Spur6 mit Willi am Drücker.
Als die Flagge fiel zeigte der gelbe Renner, dass er die Pace der Porsche mitgehen konnte.
In seiner unnachamlichen Art zog Willi seine Runden.
David übernahm den Regler nach einer Stunde auf Platz zwei liegend und brachte seinen Lauf ebenso gut über die Zeit.

Nicht nur das sich die Fahrer auf der Strecke heisse Gefechte lieferten, gleiches gab es auch an der Essensausgabe zu bestaunen.
„Ich glaub ich hab zuviel gefr…en“ waren die Worte die man öfters hörte.
Willi und Günter ließen sich das Chilli und die riesen Bockwürste gerne auch mehrmals schmecken.
Kaffee, Tee und Kakao standen rund um die Uhr zur Verfügung und die SPF`ler mpüssen auch einen guten Draht zur Süsswarenindustrie gehabt haben. Denn anders liessen sich die Unmengen an Snickers & Co. wohl nicht beschaffen.

Endurance Racing München Salzburg, kurz ERMS, lieferte sich mit No Time Racing einen guten Kampf um Platz 1 den die Frankfurter für sich entschieden und bis zum Ende verteidigten.
Der Lancia behauptete Platz 3.
David fuhr ab 22:00 den ersten Turn im Dunkeln und ließ etwas von seiner Stärke als Adlerauge vermissen.
Trotz vier Frontscheinwerfern büsste der „Champ“ ca. 20 Runden auf seinen eigenen Tagturn ein. Dies war für den TeamChef von Level One natürlich ein gefundenes Fressen:
“. Gab„Man wird eben älter „der alte Mann“ nach dem Rennen der versammelten Presse zu verstehen.

Aber die Nacht lief für LOS ganz schlecht.
Nachdem Willi gegen Ende seines zweiten Turns gegen 1:00 schon über schlechte Stromannahme klagte musste Günter das Fahrzeug ohne Vortrieb abstellen (Elektrikschaden)
Jetzt waren die Schrauberqualitäten von Horst gefragt.
Ins kalte Wasser geworfen konnte Horst den Schaden beheben und Günter seinen Turn beenden.
Zurück gefallen auf Platz 5 hinter die Jungs aus Witten, jetzt war kämpfen angesagt.
Abstand ca. 100 Runden!
Die Plätze jedoch waren bezogen als die Nacht vorüber war.
Leichte Entäuschung bei LOS denn man lag (mal wieder) auf dem fünften Platz.
Da half nur ein ausgiebiges Frühstück mit Rührei und Schinken!!
Hoffnung kam beim Bardenberger Team auf als Günter auf Spur sieben das Auto übernahm
und der wittener Porsche mit einem grösseren Defekt an die Box musste.
David rief: „Vadder gib alles“!
Im Verlauf dieses Turns lieferte sich der Lancia ein heisses Duell mit dem Porsche vom Team SRC Kassel.
Wolfgang Landgrebe der den Drücker betätigte war ebenso angetan von dem Kampf um die Positionen das man sich danach mit Handschlag für den super Turn bedankte.
LOS lag immer noch auf Fünf hatte aber 50 Runden auf die Wittener gut gemacht.
Die Truppe die das Pech gepachtet hatte war wohl Race a Way Zeilsheim.
Erst gegen Morgen als fast alle Teile am Auto ausgetauscht waren zeigten Marcel, Patrik, Chris, Mike und Matthias wozu ihr Porsche in der Lage gewesen wäre.
Doch auch der Aachener Italiener blieb nicht von weiteren Defekten verschont.
Michi musste in Turn 20 auf Spur 11 erneut eine Zwangspause wegen Elektrikproblemen einlegen.
Jetzt waren die Wittener endgültig aus eigener Kraft nicht mehr zu erreichen.
Dann eben erst mal was essen!
Leberkäs, Schnitzel, Bratkartoffel und Nudelauflauf als Frustbekämpfung!
Ihr glaubt es nicht: DAS HILFT!
Der Rest des Rennens ist schnell erzählt.
Mit 314 und 308 Runden fuhren Michi und Willi in den beiden letzten Umläufen noch mal ein gutes Ergebnis ein.
Ein weiterer Höhepunkt des Wochenendes kam als pünktlich um 15:00Uhr der Vater von Stefan Beloff das Rennen abwinkte.
Damit ging für uns und alle anderen Teams ein ruhiges und stressfreies 24h Rennen zu ende.

Endergebnis:

1. No Time Racing 7457
2. ERMS 7406
3. SPF 7382
4. Race Way Witten 7153
5. LOS 7096
6. SRC Kassel 7017
7. RG Orke 6943
8. Race a Way Zeilsheim 6905
9. Tea SaHo 6797
10 .Bellof Memorial 6704
11. MSF ST. Michael 6548
12. Allstars 6546


Die Jungs von ERMS und SPF tauften unser Team dann schnell um in LOS Quintos, die schrecklichen Fünf oder Level Five (LOF).
Aber keine Bange wir bleiben bei Level One und hoffen auch in 2008 in Mittelhessen fahren zu können.
Es wäre vielleicht schön wenn der Marcus Meier und die anderen Jungs von den Schlitzpistenflitzern den vierten Platz zweimal vergeben könnten und sich den Fünften sparen würden.
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Die Siegerehrung war dann noch ein Höhepunkt.
Herr Bellof der die Preisverteilung vornahm gab noch einige Anekdoten zum Besten und wünschte allen Fahrern eine gute Heimreise.

Ein Dankeschön an alle Teams für ein faires Rennen und die Möglichkeit sich mit netten Leuten zu unterhalten und zu scherzen.

Team LOS möchte sich auf diesem Weg bei Marcus M., Sebi, Oliver, Pascal, Marcus S. und allen anderen SPF`lern für eine tolle Veranstaltung und ein super Wochenende bedanken.
Besonderer Dank gilt eueren Mädels Sabrina, Helen, Erika und allen anderen für die Mühe 12 Teams mit einem erstklassigen Catering bei Laune und Gewicht(Übergewicht) zu halten.

 

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