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Bilder sagen mehr als tausend Worte...

Die 24h von Giessen

LOS spielt Alles oder Nichts

 

Die 24h von Giessen, waren in diesem Jahr, unser erstes 24h Rennen und wir haben eine Menge in Hessen gelernt. Als Team, haben wir klasse funktioniert und die Stimmung war super. Es wurde gefrotzelt und jeder wurde durch den Kakao gezogen, natürlich als Erster der Teamchef.

Günter reiste, wegen einer Familienfeier, nicht am Freitag mit Willi Gregor, Stefan, David und Michi an, sondern er kam am Samstagmorgen, zum Frühstück im Hotel an. Es wurden Wetten abgeschlossen, ob er pünktlich um acht Uhr eintreffen würde.Wer auf acht gesetzt hatte, hatte leider verloren, denn es war viertel nach Acht.

Wieder einmal war ein ausgiebiges Frühstück, der Auftakt zu einem erfolgreichen Wochenende für LOS.

Vor dem erfolgreichen Wochenende stand allerdings zuerst die Fahrt, zu sechst, in Willis berühmtem 3er Kombi, vom Hotel zur Rennbahn der Schlitzpistenflitzer. An Bord nicht nur die sechs LOS Fahrer sondern auch jede Menge Gepäck.

Also, einer in den Kofferraum (David), das Gepäck oben drauf und mit Schwung um alle Kurven. Die Story von den rosa T-Shirts, gibt’s in der Jahresabschlußgeschichte. Leicht verbeult und jetzt schon verschwitzt, kamen wir um 10 Uhr am Ort des Geschehens an.

Sofort ging es für Stefan, Willi, Michi und David an die Bahn, Rundendrehen.

Gregor und Günter, die sich in der Vorbereitung, um die beiden McLaren gekümmert haben, sortierten die Teile aus und besprachen, was noch zu tun ist.

Dann kann auch Günter die ersten Runden drehen. Das Auto läuft perfekt. Bis zur Motorenausgabe ist noch ein wenig Zeit und so können wir schon mal mit den anderen Teilnehmern ein wenig Fachsimpeln.

Es wird ein klasse Wochenende, Sonne ist angesagt, die Verpflegungsliste liest sich wie die Speisekarte eines Nobellokals und das Achtelfinalspiel Deutschland gegen England, wird am Sonntag nach Rennende der Höhepunkt werden.

Dann wird es Ernst, die Motoren werden ausgegeben.

Da zum Einlaufen beider Motoren, nicht genügend Zeit ist, geht einer an die Einlaufstation und der andere wird ins Rennchassis eingebaut.

Unser Mc.Laren muß zur technischen Abnahme und besteht diese ohne Beanstandung.

Dann gibt’s die Rennreifen.

Fünf Minuten Zeit die Gummis einzufahren, natürlich ganz behutsam.

Ganz behutsam verläuft auch unser Quali, denn unser Mc.Laren ist noch nicht ganz locker.

Aber das wird schon.

Wir fangen auf Spur drei das Rennen an, für uns nur die drittbeste Lösung.

Es hatte aber den Vorteil, das wir schon nach einer Stunde Pause hatten und uns den Spagettis widmen konnten.

Nach dem sehr guten Frühstück jetzt schon eine unserer Leibspeisen, das konnte nur ein gutes Wochenende werden.

Wir stiegen wieder ins Rennen ein, auf Spur sechs.

Günter musste ran.

Unser grüner Renner hatte eine perfekte Straßenlage.

Nur im Vergleich mit unseren härtesten Konkurrenten, den SPF’lern und, zu aller Überraschung, den Schlitzfräsen, fehlte ein wenig Topspeed.

Spur sechs ist allerdings auch nicht das Maß.

Gregor musste auf Spur vier ran und zeigte das wir mit den Schlitzfräsen gleich auf fuhren.

Allerdings fehlte uns zu SPF der Vergleich, denn die Heimtruppe faste gerade ihre Nudelration.

Als nächster musste David an den Fahrerstand.

Nach einigen Runden ein merkwürdiger Gesichtausdruck und die Bemerkung:

„Da stimmt was nicht“

Auto runter und nachschauen.

Die Schleifer waren schwarz, also reinigen und gleich Reifenabziehen.

Auto wieder auf die Bahn.

Vom Fahrerstand kam sofort ein O.K.

Leider hielt Davids gute Laune nur eine viertel Stunde.

Davids Einschätzung der Situation:

„Im Geschlängel ist das Ding super, nur auf der Geraden ein wenig zu langsam“

Willi übernahm den Renner für Spur eins und konnte mit SPF mithalten, also kein Grund zur Unruhe.

Als David das Auto im zweiten Durchgang, also zum zwölften Turn, übernahm, hatten wir schon einige Male eine Teambesprechung gehabt, denn unser Auto verlor auf der Start und Zielgeraden mittlerweile zwanzig Zentimeter gegen die anderen Boliden.

Allerdings waren die Rundenzeiten aller Teams etwas abgefallen.

Wenn das Ding zu langsam ist, dann wird das Getriebe gewechselt und die Übersetzung länger gemacht.

Leider musste David wieder einige Minuten von seinem Turn opfern und die Stimmung bei ihm, sank gegen Null.

Neue Reifen, neue Schleifer und ein längeres Getriebe brachte Erfolg, aber leider nicht mehr für David, denn sein Turn war zu ende.

Wir waren wieder auf dem Level unserer beiden schärfsten Gegner, allerdings war dieses Level niedriger als zu Beginn des Rennens.

Dritter Durchgang, Stefan auf der Fünf, unser „fast Neuzugang“ liefert ein super Rennen ab.

Jetzt mußte Günter wieder an den Fahrerstand und zum dritten mal Spur sechs fahren.

Nach einem kurzen Eingewöhnen, musste er den Regler fast verbiegen, um eine gute Zeit zu fahren.

Die Kurve Zwei ging mittlerweile voll bis zum Geschlängel, ein Zeichen für zuwenig Strom.

Gregor versucht es danach auf Spur vier und kommt zu selben Ergebnis.

Als der LOS Junior wieder an der Reihe ist, fällt die Entscheidung, wir wechseln den Motor.

David ist nicht besonders glücklich über diese Entscheidung und er fragt nach, warum das immer in seinen Turns passiert.

Reine Taktik, denn es folgen drei schnell Spuren, eins, drei und fünf und

wenn wir angreifen, dann jetzt.

Neuer Motor, neue Schleifer und neue Reifen.

David hat noch vier Minuten Zeit um die Gummis einzufahren und uns ein Feedback wegen des Motors zu geben.

Das kam umgehend:

„Jetzt geht die Karre“

Mit angefahrenen Reifen übernahm Willi wieder auf Spur eins und das Feuerwerk zündete.

Vierzig Minuten 7,7 oder schneller und das fast Fehlerfrei.

SPF und die Schlitzsägen wurden nervös, denn ihr Vorsprung schmolz rapide.

Michi übernahm und auch er knallte eine schnelle Runde nach der anderen auf die Bahn.

Ein nervöses Heimteam, mit einem auf 15 Runden geschmolzenen Vorsprung, sorgten für die Entscheidung, ebenfalls den Motor zu tauschen.

Michi zog vorbei und wir lagen zum ersten mal an diesem Wochenende in Führung,

Diese Führung baute Stefan noch aus und wir konnten beruhigt in unsere letzte Pause gehen.

Es lief gut und wir wollten jetzt auch den Sieg.

Das Reglement gab uns die Möglichkeit mit den Fahrzeiten zu variieren  und so übernahm Willi die Spur sechs von Günter.

Danach gab es nicht außergewöhnliches mehr.

Unser Auto lief problemlos bis zum Ende und auch David konnte, in seinem letzten Turn, mit Top Zeiten, seine Laune erheblich verbessern.

Die gute Laune haben wir das ganze Wochenende nicht verloren, denn für unser leibliches Wohl war hervorragend gesorgt.

Das eine oder andere Bierchen gab es auch und natürlich einige Sprüche im Team.

David zu seinem Vater:

„Wat sitzt denn da für ’ne Bockwurst“ (Bockwurst nur, weil Bratwurst tabu war)

Michi zu David:

„Du musst jetzt den Regler zudrehen, das Ding hat jetzt richtig Dampf“

David vom Fahrerstand:

„Ich mach dir gleich Dampf, meinst du ich fahr zum ersten Mal“

Dampf war auch das ganze Wochenende in den Kochtöpfen von Giessen.

Essen und slotten und coole Gespräche, über Gott und die Welt, machten auch dieses Wochenende, zu einem Erlebnis für Level One.

Nicht der Sieg war dafür entscheidend, sondern die gute Stimmung und die klasse Teamleistung.

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