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24h von Ratzeburg 2009
Wir haben es wieder getan.
Was haben wir getan?
Zweimal um die Uhr geslottet!
Letztes Wochenende war es wieder mal soweit, der Renntransporter machte sich auf den Weg von Aachen über Köln und Hagen, nach Ratzeburg, im hohen Norden der Republik.
An Bord Willi, Dirk, Stefan, Günter und ein Koffer voller Slotcars.
Darunter auch ein weiß/roter Jaguar, der für das Team LOS zum Hauptdarsteller des Wochenendes werden sollte.
In einem kleinen Nebenort von Ratzeburg, wurden in einer Ferienwohnung, das Wochenenddomizil bezogen.
Die Schlafplätze waren schnell verteilt.
Dirk wollte als Vielschnarcher alleine die Nächte verbringen, so das sich folgende Paarungen ergaben, Stefan/Michi und Willi/Günter.
Jeder behauptete, er schnarsche überhaupt nicht.
Das das nicht ganz richtig war, sollte das Wochenende zeigen.
Um 16 Uhr betraten wir die heiligen Hallen des Ratzeburger Slot Club, der in einem stillgelegten Fliesenwerk, seine Räumlichkeiten hat.
Stefan W., Andreas G. und die Crew für’s Wochenende, begrüßten uns herzlich, denn wir waren die Ersten die eingetroffen waren.
Zum reden blieb aber nicht viel Zeit, denn nach einem Kaffee, gings an die Bahn zum Training.
Eine sechsspurige Carrera Bahn mit einem Layout, das uns sofort begeisterte brachte gleich Spaß.
Noch nicht ganz mit den Gepflogenheiten im Team vertraut, staunten Dirk und Stefan nicht schlecht, als der Teamchef erklärte, damit wäre ja wohl die Spurverteilung klar.
Willi rot, Michi grün, Stefan blau, Günter gelb, Dirk weiß und die orange Spur sollte je nach Bedarf verteilt werden.
Jeder konnte sich ab jetzt auf seine Spur konzentrieren.
Unser Hauptdarsteller, der weiß/rote Jaguar, musste sich noch eine Weile in Gedult üben.
So langsam trudelten auch einige Fahrer der anderen Mannschaften ein und man schielte schon mal auf die Zeiten der Konkurrenz, aber ein richtig schneller war noch nicht dabei.
Die Ersten die aufhorchen ließen, waren die Ratzeburger Junioren, die von Stefan W. betreut wurden.
6,6 sek. das war eine Ansage!
Um 21 Uhr durfte dann unser Jaguar auf die Strecke.
Zu Hause schon abgestimmt, hatte Günter kaum Arbeit mit der Raubkatze.
Als erster durfte Willi den Engländer bewegen und war begeistert, 6,7sek. auf der Außenspur war im Bereich des Junior Heimteams.
Michi, Stefan und Dirk bewgten ebenfalls den Jag auf ihren Spuren um die Bahn, überall Top Zeiten.
Jetzt erst mal was essen!
Zur Eröffnung eines kulinarischen Wochenendes gab es Kartoffelsalat mit Würstchen und davon soviel man wollte.
Es sei an dieser Stelle erwähnt, das der Slotclub Ratzeburg eine fantastische Veranstaltung auf die Beine gestellt hat und alle Fahrer rund um die Uhr mit Essen und Getränken versorgt hat.
Das war einfach SPITZE!
22:00 Uhr, Nachttraining.
22:10 Uhr, unser Licht funktioniert nicht mehr richtig, es geht sofort aus wenn der Wagen steht.
Manchmal ist es eben wie im richtigen Leben, schöne, schnelle Autos aus England, haben halt so ihre Macken.
Nach dem der Schaden behoben war, zeigte die Raubkatze ihre Krallen und Dirk konnte mit 6,5sek. die Tagesbestzeit in die Bahn brennen.
Um Mitternacht war dann Schluß mit slotten, noch einen halben Kasten Bier eingepackt und ab ins Schnarchdomizil.
Auf der kleinen Terrasse wurde dann natürlich noch bis 2:00 Gefachsimpelt und die Renntaktik festgelegt.
Die Taktik für die morgendliche Körperpflege war klar, Michi wollte als erster duschen und stellte seinen Wecker auf 7:00 Uhr.
Willi wollte schneller sein, ist ja bei Slottern normal, und stellte seinen Wecker auf 6:55Uhr.
Um eine Seifenlänge früher konnte er am nächsten Morgen seinen Körper unter die Flutet von Wasser stellen.
Fluten ist vielleicht übertrieben, denn das Gerät brachte nur tropfenweise Feuchtigkeit hervor, aber Hauptsache als erster.
Nachdem alle ihre Astralkörper benetzt hatten, ging es zum Frühstücken an die Bahn.
Das Team um Andreas Hofmann, No Time Racing, zeigt schon Einsatz und ließ seinen Porsche um den Kurs fliegen.
LOS musste erst mal Kaffee haben und da die Fahrer wissen, wie man sich einschleimt, bekam Günter, die Tasse mit dem Aufdruck Chef.
Um 10:30 kam Stress auf.
Der ausgegebene Motor hatte so große Bautolleranzen, das er nicht richtig in den Motorhalter passte, also Motorwechsel.
Alles klar, um 11:30 dreht der Jaguar die ersten Runden im Renntrimm.
Nichts ist klar, 11:40, wieder Probleme mit der Beleuchtung, wieder nicht auf die Strecke und zum trainieren.
Kurz vor der Fahrzeugabnahme ist dann der Engländer rennfertig und der Chef auch.
Die Kontrolle der Boliden geht ohne Beanstandungen über die Bühne, nur die Domstrebe in unserem Jag, sorgt bei einigen Leuten für Verwunderung.
Der erste Höhepunkt, an diesem Wochenende, ist das Quali.
Für uns drückt Michi den Regler, nur eine Runde die entscheidet, aber das macht der Rosenheimer perfekt.
Polposition für Level One.
Jetzt können wir auch unsere Taktik umsetzen und auf einer Außenspur das Rennen beginnen.
Wir entscheiden uns für die rote Spur und somit, muss Willi als erster ran.
Um 15:00 Uhr gehen die fünf Lichter der Startampel aus und die Hatz geht los.
In seiner eigenen Art lässt Willi den Weißroten über die Bahn fliegen und drückt die Zeiten immer weiter nach unten.
Nur den Porsche von den Slotpiraten aus Hamburg, kann er nicht abschütteln und muss ihn sogar ziehen lassen.
Die Piraten hatten wir am Freitag noch nicht auf unserer Rechnung, aber Konkurrenz belebt das Geschäft.
Das schnelles slotten nicht vom Alter abhängt, zeigten die RCR Junioren.
Nikki eröffnete für die Truppe das Rennen und zeigte sein Können.
Für die Hessen musste Frank als erster an den Drücker und war nicht ganz zu frieden.
Das sollte sich das ganze Wochenende auch nicht ändern.
LOS zeigte dagegen keine Schwäche.
Michi übernahm den Drücker und konnte gleich in seinem ersten Hit, mit 486 Runden auf der grünen Spur, die Führung übernehmen.
Nun hatte unser neuer Fahrer, Stefan N., nein, er ist nicht aus der Eifel, sondern vom Mittelrhein, seinen ersten Einsatz.
Auch er war nicht gewillt, die Führung wieder abzugeben und zeigte gleich im ersten Turn, eine super Leistung.
Wir hatten aber auch einen super Reifensatz erwischt und konnten fast fünf Stunden mit den gleichen Gummis fahren.
Natürlich durfte der Chef auch mal ran und machte die gelbe Spur unsicher.
In der sechsten Rennstunde, griff dann Dirk ins Geschehen ein.
Der Hagener sollte an diesem Wochenende noch einige schwierige Runden fahren müssen, aber jetzt hatte er erst mal einen riesigen Spaß mit der englischen Raubkatze.
Das Fazit nach dem ersten Viertel viel sehr positiv aus, Auto läuft perfekt, Fahrer alle fit und sehr gut drauf und wir liegen mit 20 Runden Vorsprung in Führung.
Die nächsten Sechs Stunden brachten dann die Vorentscheidung.
Wir bauten unseren Vorsprung um fast 70 Runden auf 89 Runden aus und konnten uns in der Nacht deutlich von den Hamburger Piraten absetzen.
Auch No Time konnte sich in dieser Phase von Platz vier auf Platz drei verbessern und die Junioren damit ziemlich ärgern.
Die schwierigste Zeit bei einem 24h Rennen sind wohl die frühen Morgenstunden, wenn die Müdigkeit immer größer wird und die Konzentration nachlässt.
Dann legt sich so mancher LOS Fahrer einfach unter einen Schraubertisch und schläft.
Ab und an kommt es dann vor, das einen Träume plagen und man Namen vertauscht, aus Karl Adam wird dann schnell Karl Arnold, aber das schreiben wir mal der Müdigkeit zu.
Sonntag Morgen um neun war die Welt noch in Ordnung, denn knapp neunzig Runden Vorsprung, war ein gutes Polster, dachten wir.
Auch wenn der Jaguar ein mächtiges Geräusch an der Hinterachse produzierte.
Wie sagte Karl Arnold (Adam) dann immer, fahren und beobachten.
Die Piraten aus HH, hatten mittlerweile einen neuen Fahrer einfliegen lassen und der machte seine Sache richtig gut.
Zwanzig Runden gegen Willi auf zuholen ist nicht so leicht und das Getriebe wurde immer lauter.
Michi und Stefan konnten dann auf den mittleren Spuren noch mal dagegen halten und wieder fünf Runden gut machen.
Auf gelb, verlor Günter dann 19 Runden und es war noch eine Stunde zu fahren.
Für den Showdown sorgte dann Dirk.
Ein waidwunder Jaguar der von einem Zuffenhausener Boliden gehetzt wird und sich nicht unterkriegen lässt.
Durchgeschwitzt aber mit 24 Runden Vorsprung bringt der Hagener, den Engländer, ins Ziel und sichert damit, für LOS, den dritten Sieg in Folge.
Wir von LOS haben an diesem Wochenende ein Rennen erlebt bei dem die Fairnes, die Freundlichkeit und die Hilfsbereitschaft im Vordergrund standen.
Ganz besonders möchte ich mich bei Thomas, von den Slotpiraten, für die faire Fahrweise und die Rennübersicht bedanken.
LOS dankt auch den Veranstaltern, der 24h von Ratzeburg, für eine sehr gelungene Veranstaltung.
Danke auch an die Crew vom Catering, das war SPITZE, Essen rund um die Uhr, Kaffee bis zum abwinken und immer ein freundliches Wort.
Danke auch an die Teams, besonders an die Junioren, ein wenig mehr Gelassenheit beim fahren und nicht immer die schnellste Runde wollen, dann könnt ihr nächstes Jahr, ganz vorne landen.
Die Piratenflagge wird wohl auch in 2010 wieder in Ratzeburg wehen, ihr hab es ja schon angekündigt, dann sehen wir uns wieder.
Für LOS ein perfektes Wochenende, Polposition, schnellste Rennrunde und der Sieg bei den 24h von Ratzeburg.
Dazu noch die Gewissheit, das wir alle schnarchen.
Bis dann
Der alte Mann
Noch ein paar Bilder vom Rennen:
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