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Das war’s für dieses Jahr

 

6. Dezember Nikolaustag, Regen Sturm und Nebel auf der Autobahn Richtung Frankfurt.

Im Autoradio wummert der Bass und harte Gitarrenriffs halten Willi und Günter wach.

David ist noch im Tiefschlaf und lässt sich durch nichts stören.

Für alle die es interessiert, es läuft elektrik Worry, von Clutch.

Gibt es hier, bitte laut und mit Kopfhörer hören.

 http://www.youtube.com/watch?v=kx6FV2qR2TY

Mit dieser Begleitmusik geht’s zum 6h Rennen nach Zeilsheim, dem alljährlichen Saisonabschluß für unser Team.

In diesem Jahr wollten wir mit zwei LOS Teams antreten, das und die Grippewelle stellte uns vor erhebliche organisatorische Probleme, denn es vielen kurzfristig zwei Fahrer aus.

Also mit sechs LOS’lern nach Frankfurt.

Gregor hatte schon den Samstag genutzt um sich auf die beiden Bahnen im Renncenter ein zustellen.

Michi und der neue Mann im Team, Fabian, reisten aus Leipzig an.

Zum ausgiebigen frühstücken kamen wir an diesem Sonntag leider nicht, denn um 9:30 gab es Strom auf die Bahnen im Raceway.

Jetzt mussten wir alle erst mal ein paar Runden fahren, denn die Rennautos mussten aussortiert werden und ein wenig Streckenkenntnis ist ja auch nicht schlecht.

Alle Sechs kamen schnell mit den Tücken der beiden Bahnen klar und Gregor und Günter sortierten noch das zweite Auto aus.

Wir entschieden uns für den von Gregor vorbereiteten Jaguar.

LOS hatte also zwei Jag’s am Start.

Willi, Michi und David starteten als LOS und Gregor, Fabian und Günter als JubiLOS.

Um halb elf gab es die Rennmotoren.

Nach dem Einbau noch eine Kontrolle des Antriebsstrang, ölen und fetten und dann gehen die beiden Autos zur technischen Abnahme.

Ohne Beanstandungen  durch die Abnahme, jetzt erst Frühstück.

Brötchen mit Schinken und Käse, Kaffee und etwas Süßes und dann kann es los gehen.

JubiLOS startet in der ersten Startgruppe während LOS eine Spur frei hat.

Gregor wird vier Spuren Holz fahren und Günter vier Spuren Plastik.

Fabian hat die Aufgabe zweimal Holz und zweimal Plastik zu fahren.

Er beginnt auf Holz und nach einigen Minuten, bis sich die Nerven beruhigt haben, ist klar,

er ist ein ganz schneller.

Willi eröffnet für LOS das Rennen und probiert auch gleich einen neuen Regler aus.

Für ihn lief das Rennen zu Beginn nicht optimal und einige Abflüge machten ihm das Leben schwer.

Gregor übernahm von Fabian und Michi von Willi.

Das Training am Vortag zahlte sich jetzt bei Gregor aus, denn er schob den JubiLOS Jag Zentimeter um Zentimeter an die vor ihm liegenden Teams heran.

Die beiden Heimteams konnte er aber nie gefährden.

Auch an den pfeilschnellen Jaguar von Team DSF kamen wir nicht nah genug heran.

Auf der dritten Spur dann der Ruf den kein Teamchef hören will, das Auto geht nicht mehr!

Michi bemängelte die Kontakaufnahme des LOS Jaguars.

Also kurz an die Box und nachschauen, bestimmt nur Schleifer richten.

Mit einem ungläubigen Blick unter den Renner konnte Günter nur noch einen Schleifer Finden, der andere war an der Leitkielkante abgeschert.

Also Auto aufschrauben und Leitkiel wechseln.

Michi wird nervös, mach schon Günter, was macht der Kerl denn da solange, lass doch gehen Günter, mit diesen Kommentaren verkürzt er sich die Wartezeit um dann wieder voll an zugasen.

Leider hat Los jetzt einige Runden Rückstand auf SPF und liegt auf Platz sechs.

Übrigens ist der Champ mittlerweile auch aufgewacht und wartet auf seinen Einsatz auf der Carrera Bahn.

Dort greift auch Günter ins Renngeschehen ein.

Aber erst mal geht Fabian auf die Strecke und macht auch hier seine Sache super.

Die Carrera Bahn liegt ihm nach eigener Aussage besser als die Frankfurter Holzbahn, aber das ließ sich an den Rundenzeiten nicht ablesen, denn die waren auch auf Holz klasse.

Nach sieben Stunden im Race Way durften dann auch Günter und David den Regler verbiegen.

Beide kamen sofort mit der Bahn und den Autos klar, obwohl David über den Vorschub des LOS Jaguars meckerte.

Zu wenig Dampf auf der Geraden, vielleicht mal neue Schleifer montieren.

Gesagt, getan, aber am Vortrieb änderte sich nichts.

Ganz anders dagegen der JubiLOS Jaguar.

Zwar gab es auch hier Kontaktschwierigkeiten, aber nach Schleifer und Reifenwechsel ging das Ding sehr gut vorwärts.

Das zeigt auch die schnellste Rennrunde für den JubiLOS Jag auf Plastik, 10,44 sek.

Die vor uns liegenden Jungs von DSF konnten wir allerdings nicht mehr einholen und so mussten wir uns mit Platz vier zu frieden geben.

Willi versuchte am Ende alles um nicht auf Platz Fünf zu landen und das gelang ihm auch.

Ohne Power auf Platz sechs, ist eine super Leistung, denn wenn man nach drei Spuren weis,

da geht heute Nix, dann ist Sportsgeist gefragt.

Ein berühmter Slotter sagt in solchen Situationen immer: „das ist charakterbildent, also dran bleiben“.

Ein klasse Renntag war um 21 Uhr zu ende und wir hatten wieder viel Spass, auch wenn wir jetzt wissen, das LOS wahrscheinlich nie mehr mit zwei Teams antreten wird.

Lieber eine Sache ganz, als zwei Sachen halb.

Ist halt charakterbildent.

Von uns ein Glückwunsch an die Drei Teams auf dem Treppchen und ein großes DANKESCHÖN an Marcel und das Team vom Raceway für die wieder mal erstklassige Betreuung am Renntag.

 

Die Heimfahrt, das könnt ihr euch ja denken, wurde für Günter Willi und David wieder von harten Gitarren und viel Schlagzeug begleitet.

Michi und Fabian hatten noch eine weite Strecke bis Leipzig vor sich und hoffentlich auch gute Musik im Player.

An Gregors Musikgeschmack müssen wir noch etwas arbeiten, aber das wird schon.

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