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In Dison geht`s immer gut

18g abgespeckt und die Nacht vor dem Rennen noch bis in die frühen Morgen Stunden am Einsatzauto geschraubt. Ein gutes Frühstück, frisch gebügelte Teamshirts und ein Einsatzauto, das nicht zum Einsatz kommt, das waren die Zutaten die Willi, Gregor und Günter am Samstagmorgen in Dison zur Verfügung hatten.

Natürlich hatten nicht die drei LOS’ler 18g abgespeckt, sondern unser Einsatzauto war von 106g in Lauf zwei auf 88g für diesen Lauf abgespeckt worden. Um 9:00 ging unser leichtgewichtiger McLaren zum ersten Mal auf die Strecke in Dison. Willi und Gregor streckten gleich den Daumen hoch, zum Zeichen,  „Der geht“. Aber das war gar nicht das Einsatzauto, sondern unser Trainingsauto. Mal sehen, wie unser Fina Mc.Laren, der als Einsatzauto eingeplant war, laufen würde. Die eindeutige Meinung beider LOS Tester, der geht gar nicht und somit war klar, wir fahren unser „Trainingsauto. Bei einem kurzen Boxenstop musste Günter nur noch checken, ob der Renner auch in allen Punkten Regelkonform war.  Also kein Stress und erst mal einen Kaffee und ein paar Gespräche mit den Slotkollegen der anderen Teams.

Bei der Abnahme gab es für keines der Autos irgendwelche Schwierigkeiten und so konnte, pünktlich um 11:00 Uhr, der dritte Lauf zur Dison GT Meisterschaft, mit einem Einzelzeitfahren, über eine Minute, gestartet werden. LOS mussten als Dritte an die Bahn. Keine leichte Aufgabe für Gregor, denn Eifelblitz und Imagination Movie Racing hatten Topzeiten vorgelegt. Die zweite Runde passte und Gregor hatte die Bestzeit um ein Zehntel nach unten gedrückt. Bei Imagination und beim Blitz aus der Eifel, konnten auch die beiden Fahrer, die als zweite für ihr Team an die Bahn mussten, mit super schnellen Runden überzeugen. Dann wieder LOS und auch dieses mal, war die zweite Runde die Schnellste. Günter hatte noch einmal ein Zehntel von der bisher besten Rundenzeit abgefeilt. Für uns rückten die fünf Zusatzpunkte, die es für den Gewinn des Einzelzeitfahrens gibt, näher. Willi machte dann in seiner Qualiminute alles klar und auch bei ihm, war die zweite Runde die Schnellste.

Die Diätkur für unseren Renner hatte sich also gelohnt, jetzt musste er nur durchhalten. Auf Spur eins eröffneten wir das dritte Rennen um die GT Meisterschaft. Günter hatte sich wieder für Spur eins und zwei entschieden, also musste er als erster ran. Leicht nervös ging das Rennen los. Einige unnötige Abflüge, aber so erging es den anderen Fahrern auch. Zur Halbzeit des ersten Turns zeichnete sich ein Dreikampf um den besten Podiumsplatz bereits ab. Imagination Racing als Heimteam, Eifelblitz und LOS kämpften um jeden Meter Schiene.

Diese Spannung setzte sich über alle Spuren fort. Gregor und Willi ließen unseren Renner um den Kurs fliegen. Leider hatte aber die Diätkur unseres Boliden, auch einen kleinen Nachteil, denn der Wagen war, an einigen Streckenabschnitten, etwas nervös und so hatten alle drei LOS’ler einige Abflüge zu viel. Dadurch lagen wir zur Halbzeit, mit fünf Runden Abstand, auf Platz zwei, konnten aber, bis zu diesem Zeitpunkt, die schnellste Rennrunde für uns verbuchen.

Jetzt war Pause. Frikadellen, Lasagne und allerlei andere Leckereien waren angesagt. Wie immer war die Bewirtung in Belgien perfekt.

Ob es an dem guten Essen gelegen hat, kann man nicht sagen, aber in der zweiten Rennhälfte, können wir unsere Fehlerrate deutlich nach unten drücken. Auf allen Spuren kann unser grüner Mc.Laren mit schnellen Zeiten glänzen und am Ende, haben wir mit drei Runden Vorsprung, die zweite Rennhälfte gewonnen. In der Addition fehlen uns zum Rennsieg allerdings zwei Runden. In der Gesamtwertung hat sich LOS, durch diesen zweiten Platz, die schnellste Rennrunde und durch den Gewinn des Qualis aber an die Spitze der Meisterschaftswertung geschoben. Noch zwei Läufe stehen aus, bis die Entscheidung in der Dison GT Meisterschaft gefallen ist und auch in diesen beiden Rennen, werden Gregor, Willi und Günter in Belgien wieder alles geben. 

 

Dison ist immer eine Reise wert

ob ausgeschlafen, oder wie dieses mal, ziemlich müde. Gregor, Willi und Günter, die am Abend zuvor, bis zum frühen Morgen, im 997 Grenzland Cup unterwegs waren, standen in Belgien an der Bahn.

Nachdem LOS im ersten Rennen der belgischen GT Serie den dritten Platz belegen konnte, hatten sich die Drei, für den zweiten Lauf viel vorgenommen. Drei Ninco McLaren Karossen, ein Rennfahrwerk und ein Fahrwerk, das noch als Testträger aufgebaut war, hatte Günter, nach Dison mitgebracht.

Die beiden Heimteams Danilo Racing und Imagination Power trieben, neben den beiden Eifler Mannschaften, von Slotspeed und Eifelblitz, ihre Renner bereits um die Strecke.

Also Auto auf die Bahn und los ging’s.

Das Testchassis mit einem Trainingsoberteil ging als erstes auf die Bahn. Unser Knackpunkt im ersten Rennen war die Kuppe, mit einer 90° links im Anschluß und die hatten wir mit dem neuen Fahrwerk im Griff. Schnell noch eine neue Getriebevariante ausprobiert und die ganzen Erfahrungen aus dem ersten Rennen ignoriert, entschieden sich die drei LOS’ler für eine Fahrwerk/Karrossen Kombination. Ein neues Oberteil, ein Trainingschassis mit Plastikfelgen an der Vorderachse, ein nagelneues Achszahnrad mit neuer Übersetzung, ein anderer Motor als im ersten Rennen und eine Gewichtsverteilung, die nur wenige Runden erprobt wurde, konnte das gut gehen? Schon das Quali verdunkelte die Mienen der drei Schwarzhemden. Eine halbe Sekunde fehlte uns auf die Besten und wir reihten uns hinten in die Zeitenliste ein. Wir hatten ein völlig anderes Auto auf der Bahn als beim ersten Rennen. Analyse, wahrscheinlich müssen wir, die neuen Reifen erst mal anfahren. Aber in diesem Feld, wird jede Runde die man nicht voll fährt, am Ende bestraft. Denn neben schnellen Autos waren hier auch Top Fahrer am Start. Imagination Racing hatte sich neben dem Stammfahrer Simenon mit dem 997 Grenzland Cup Sieger, Benoit P. verstärkt. Auch der Blitz aus der Eifel hatte alle Mann und mit Alex A., auch wieder ihren Schrauber an Bord. Eine ganz besondere Verstärkung hatte Connie, vom Team Slotspeed, verpflichten können. Bob Clark aus der 1:24 Szene bekannt, stand in Belgien auch bei den kleinen Autos am Drücker und hatte viel Spaß. Spaß hatten auch die beiden Fahrer Danilo und Horst vom Team Danilo Racing, denn ihr Lister Storm lief wie ein Uhrwerk und schnurrte wie die berühmte Katze. Um halb Zwölf sprang die Ampel auf grün und wir übernahmen die Führung. Ein wenig überrascht, das die anderen Renner unseren Speed nicht mitgehen konnten, gab Günter Gas. Genau dreizehn Minuten Führungsarbeit und dann der erste außerplanmäßige Boxenstop. Die Führung war dahin und die Konkurrenz an uns vorbei gezogen. Platz vier und ein hartes Stück Arbeit den Abstand zu verkürzen lagen vor uns. Der Slotspeed McLaren war an diesem Wochenende unser direkter Gegner über die gesamte Renndistanz. Nach zwanzig Minuten Spurwechsel und ein Doppelturn für Günter. Die Reifen an unserem Auto bekam er aber nicht zum funktionieren und so kämpfte er sich auf Spur eins immer wieder Zentimeter um Zentimeter an den Slotspeed Renner heran um den LOS Renner dann, beim Überholen zu verlieren. Nach vierzig Minuten Übergabe an Gregor. Auch er hatte die gleichen Probleme, kein Grip und das Getriebe läuft auch nicht sauber. Wir sind immer noch Vierte und der Blitz aus der Eifel zieht so langsam davon. Mal schauen was Willi, auf der schnellen Spur fünf, zu unserem Auto sagt. Er übernimmt nach genau einer Stunde und nach weiteren zwanzig Minuten steht sein Fazit fest. Das macht keinen Spaß.

Also Reifen runter und angefahrene Gummis drauf. Jetzt musste Willi sein ganzes Können aufbieten, damit die Spur sechs für LOS nicht zum Verhängnis wird. Das Auto läuft jetzt etwas besser als vorher, aber von Spaß am Hobby ist Willi weit entfernt. Der Spaß stellt sich auch bei Gregor nicht ein. Zu wenig Haftung und auf der zwölf Meter langen Geraden, fehl uns am Ende, Speed. Nach zwei Stunden ist Pause und wir beraten, was wir machen können. Günter bereitet ein Trimmgewicht vor, um den Renner, nach dem Restart, auf das Set up aus dem ersten Rennen zu trimmen. Es geht weiter. Günter muss wieder ran und Gregor übernimmt den Boxenstop. Super Boxenarbeit, aber bei den engen Abständen, gehen wir auf dem letzten Platz wieder ins Rennen. Schon nach zwei Runden das erste Lächeln des Tages. Der Spaß ist zurück und trotz, zu kurzem Getriebes, können wir die zweitschnellsten Runden zeiten fahren. Der Eifelblitz ist schon weg und für uns heißt es jetzt, um jede Position kämpfen. Das macht auch Gregor, der für die dritte Spur übernimmt.

Er kann zwar noch nicht richtig lächeln aber er fährt uns auf Position vier und bis auf drei Runden an Connie und ihrem „Ersatzfahrer“ Bob, heran. Die Beiden wechseln die Spurverteilung und versuchen so, den Vorsprung über die Zeit zu retten. Willi übernahm unseren McLaren und konnte den Abstand weiter verkleinern, bis ihm die Vorderachse verloren ging. Wieder ein außer planmäßiger Boxenstop und wieder einige Runden verloren. Mit einer funktionstüchtigen Vorderachse machte Willi dann einen super Job und verkürzte selbst auf Spur sechs den Abstand auf Slotspeed und damit war Rang zwei für uns in Reichweite. Kurz bevor zum letzten mal die Spuren gewechselt wurden, zog er an dem Slotspeed Renner vorbei und konnte gleich einige Meter Vorsprung heraus fahren. 15 Meter musste Gregor über die Zeit retten. Das machte er klasse und auch die Schlussoffensive des Heimteams, Imagination Racing, konnte er abwähren und am Schluss, mit einer Runde Vorsprung, den zweiten Platz nach hause fahren. Einen Glückwunsch an das Team von Eifelblitz, die sich mit einem super Auto und einer Top Fahrerbesetzung, den Sieg verdient haben. Gratulation!

Im Team hatten wir an diesem Samstag einiges zu verarbeiten, denn wir hatten einige Entscheidungen getroffen die nicht gepasst haben. Wir werden also wohl bei den nächsten Rennen wieder zur „Autoritären“ Regelung zurückkehren.

Beim Aufbau der Autos ist es sinnvoll, soviel Hilfe zu haben wie möglich. Ebenso bei der Abstimmung vor dem Rennen. Aber am Renntag sollte einer die Entscheidungen treffen und sollte es nicht so gut laufen, auch die Schelte einstecken.Obwohl Schelte, gibt es eigentlich bei LOS nie, denn bei uns steht der Spaß im Vordergrund. Trotzdem trafen an diesem Tag die beiden Sprichworte:

„Viele Köche verderben den Brei“ und „mit einem blauen Auge davon gekommen“

den Nagel auf den Kopf.

Beim Fußball gibt es zwei Halbzeiten,

in Dison, hatte das Rennen für LOS auch zwei Halbzeiten. (Bilder unter dem Bericht)

 

Ganz früh am Samstag trafen Willi, Gregor und Günter in Dison, beim dortigen Mini Racing Club, zum ersten Lauf der neuen GT Rennserie, ein.

 

Einer noch etwas unausgeschlafen und die beiden anderen LOS’ler,

grippegeschwächt.

 

Im Gepäck, ein Ninco McLaren auf HRS Chassis und der Wunsch, ein wenig Spaß zu haben.

 

Das Auto war erst kurz vor dem Rennen fertig geworden und entgegen unserer üblichen Vorgehensweise, noch keine Runde getestet worden.

 

Ebenso wenig kannte Willi die sechsspurige Carrera Bahn in Belgien.

Also ran an die Bahn, Strecke lernen und wenn nötig, das Auto noch abstimmen.

 

Ein wenig schade fanden wir es, das die neue Rennserie auf überschaubare Resonanz gestoßen ist und nur insgesamt fünf Teams am Start waren.

 

1. ImaginaticMovies Racing (McLaren F1 GTR '97)

2. Scudéria Danilo (Lister Storm GTL or McLaren F1 GT LM)

3. Eifelblitz (Toyota Supra)

4. SlotSpeed (McLaren F1 GTR '97)

5. Level One Slotracing (McLaren F1 GT LM '96)

 

Nach einer Stunde Training war das Warmfahren zu Ende und es wurde Ernst.

Mit einem Einzelzeitfahren, bei dem die Zeiten der einzelnen Teammitglieder addiert wurden, begann ein Renntag, der uns noch lange in Erinnerung bleibt.

Gregor, Willi und Günter hatten jeder eine Minute Zeit, den McLaren auf die Pole zu bringen und das klappte.

Auf eine Runde ging unser Auto also sehr gut, jetzt mal schauen wie es über die  Distanz klappt.

Willi fuhr den Startturn und die erste Halbzeit begann.

Etwas zäh kam unser Renner ins Spiel.

Der Sprunghügel, den die Bahn in Dison hat, machte unserem Ninco Boliden zu schaffen.

Die beiden Heimteams, ImaginaticMovie Racing und die Scuderia Danilo zeigte uns wie es geht und konnten gleich in den ersten drei Turns einen beruhigenden Vorsprung heraus fahren.

LOS musste hart kämpfen, um sich gegen den Titelverteidiger, Eifelblitz, zu behaupten, denn der Toyota Supra aus dem Vorjahr machte auch an diesem Renntag eine gute Figur.

Auch die Truppe von Slotspeed, mit Teamchefin Connie und einem Slot it Mc.Laren, zeigte, das sie auf hohem Niveau sloten.

Das Niveau bei LOS stieg ab Turn drei. Immer besser kamen Günter, Willi und Gregor mit der Strecke zurecht. Man konnte jetzt die Zeiten der Heimteams mitgehen.

Nach sechs Spuren war Halbzeit. Es gab keinen Tee sondern belgischen Reisfladen und der war vom Feinsten.

In der zweiten Halbzeit waren wir dann endlich auf dem Level der beiden Heimteams und konnten uns fast auf allen sechs Spuren nach vorne fahren. Kämpfe Spiegel an Spiegel, endlich den Hügel unter Kontrolle und ein Auto das lief, wie die berühmte Sahneschnitte.

In dieser Halbzeit konnten wir auch die Fehlerquote nach unten drücken und dadurch die beiden Heimteams mächtig unter Druck setzen.

Am Ende konnten wir die zweite Halbzeit für uns entscheiden aber in der Addition beider Durchgänge mussten wir uns mit Platz drei zufrieden geben.

Zufrieden ist ein gutes Stichwort, denn LOS war an diesem Renntag rund um zufrieden. Wir hatten ein Rennen, bei dem wir eine Halbzeit den Heimteams Paroli bieten konnten, in einer Atmosphäre, die von Freundlichkeit und Fairness geprägt war. Wie immer hatte sich der Slot Club Dison, bei der Betreuung seiner Gäste selber übertroffen und uns mit Essen und Getränken bestens versorgt. Besonders natürlich mit der belgischen Spezialität, Reisfladen.

Danke von LOS an die Truppe aus Dison und wir freuen uns auf den zweiten Lauf im Mai.

Fotos:

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