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In letzter Minute
Trier stand am Samstag auf dem LOS Rennkalender.
Willi, Günter und Gregor waren schon zweimal in der alten Römerstadt zum Training und hatten versucht, einen Ninco McLaren für das Rennen herzurichten.
Wie schon berichtet, waren alle drei, nicht ganz mit dem Boliden und den Umständen des Rennens zufrieden.
In letzter Minute entschlossen wir uns, für einen Neuaufbau, obwohl uns klar war, das wir dann, ohne eine Testrunde, in Trier an den Start gehen werden.
Egal, wenn schon keine „Massenware“ bei LOS gefahren wird, dann kann es auch mit hohem Risiko geschehen.
Kein Risiko geht LOS beim Frühstück am Renntag ein.
Frische Brötchen, Wurst, Käse, Eier und etwas Süßes zum Abschluß, müssen, neben jeder Menge Kaffee, einfach sein.
Nach zwei Stunden Anfahrt trafen die drei LOS’ler pünktlich zum Training in Trier ein.
Aber was heißt Training?
Einige Minuten auf jeder der zwölf Spuren mussten reichen um alle Unklarheiten zu beseitigen.
Gregor, der diesmal für den Fahrzeugaufbau verantwortlich war, musste noch in letzter Minute Abstimmungen am Auto vornehmen.
Ihr fragt euch jetzt sicher welchen Boliden bringt LOS denn in Trier an den Start?
Unsere Wahl fiel auf einen Porsche 911 GT1`98 von FLY, in X-Box 360 Lackierung,
mattschwarz und neongrün.
Fünf Minuten pro Spur mussten reichen, um den Zuffenhausener an die Bedingungen in Trier anzupassen.
Danach konnten wir noch mal fünf Minuten pro Spur, mit dem rennfertigen Auto trainieren.
Hatten wir gedacht, aber die letzte Trainingssession wurde für uns zur Schraubersession.
Der Motor hatte sich aus der Halterung gelöst und die Verklebung gesprengt.
Also, Kleber anrühren und das Ding neu verkleben.
In letzter Minute, mit noch nicht ganz ausgehärtetem Kleber, ging es dann zur Abnahme.
Ohne Beanstandung!
Die Spurverteilung war bei LOS schon seit dem ersten Training klar und so sollte Günter auf beiden Bahnen Spur 1+2, Willi 3+4 und Gregor die 5+6 beackern.
Auf dem Moselspeedway wurde dann das Quali auf Spur drei gefahren und Willi sollte es für LOS fahren.
In letzter Minute entschied der Teamchef aber, das Gregor das Quali fahren sollte, denn eine Woche zu vor in Belgien hatte er auch für LOS im Einzelzeitfahren ein Top Ergebnis heraus geholt.
Also Gregor und unser Fly Porsche, übrigens mit Serienfahrwerk bestückt, gegen zehn Slot it Nissan R390, vier Slot it McLaren und zwei auf HRS gestellte Boliden.
Ein Ferrari F40 von Slot it und ein McLaren F1 von Ninco.
Drei Teams die mit Heimfahrer bestückt waren und zwei stark besetzte Mannschaften aus Hessen hatten wir auf der Rechnung vor uns und unser Ziel für dieses Wochenende sollte Best of the Rest, plus X sein.
Den ersten Schritt auf diesem Weg, machte Gregor im Quali klar.
12,180 und damit ein Zehntel hinter dem Fünften und ein Zehntel vor dem Siebten brachten uns in die schnellste Startgruppe.
Unter den ersten zehn waren acht Nissan R390 unser Fly Porsche und die Siebtplatzierten vom Team Slotspeed, mit ihrer Teamchefin Connie.
Zwischen LOS und Slotspeed sollte sich an diesem Renntag noch ein Fernduell der besonderen Art entwickeln.
Jetzt aber erst mal essen!
Schweinebraten mit Nudeln und ein leckerer Salat verkürzten uns die Pause bis zum Renneinstieg.
Derweil tobte auf den beiden Holzbahnen der Kampf um die Plätze.
Auf dem Treveris Ring zeigte das Vater/Sohn Gespann von Lichter Racing das man trotz ausfall eines Fahrers sich hier nicht die Butter vom Brot nehmen lassen will.
Den Ausfall von gleich zwei Teamkollegen hatte Vincente aus Belgien zu verkraften und fuhr das Rennen alleine nach hause.
Alle Achtung!
Alle Achtung auch für den jüngsten Teilnehmer im Feld, Yannick von den Slotassen.
Die Haare auf Sturm stehen, zeigte er seinem alten Herrn mal, wie man schnell slottet.
Schnell war auch die Truppe von Connie S. unterwegs und Willi, Gregor und Günter machten den grünen McLaren von Slotspeed als ihren ärgsten Konkurrenten aus.
Nach drei Stunden Wartezeit war es dann endlich soweit.
Unser Porsche und fünf Nissan an der Startlinie des Trevis Rings.
Fünf rote Lampen gehen aus und für LOS beginnt die Hatz.
Gregor auf Spur sechs eröffnet das Rennen für Level One und meistert die Spur super.
Eines der Top Team hat leichte Schwierigkeiten auf seiner ersten Spur und so können wir das Rennen gegen No Time Racing offen halten.
Willi übernimmt und treibt unseren Porsche um den Kurs.
Wir liegen genau im Soll und bleiben in Schlagdistanz zu No Time und zum SicherHeizDienst aus Frankfurt.
Günter übernimmt, Soll erfüllt und alle drei haben jetzt den ersten Turn gefahren.
Der Porsche schnurrt wie eine Katze, ist auf der langen Geraden eines der schnellsten Autos, muss aber in den Kurven zurück stecken.
Die LOS’ler müssen sich an diesem Wochenende zurück nehmen, denn Attacken gehen mit unserem Zuffenhausener nict.
Ein wenig zuviel am Gashahn gezogen, der GT1 hebt seinen Leitkiel aus dem Slot und verlässt die Strecke.
Zum Glück kam uns diese Erkenntnis nicht in letzter Minute.
Im direkten Vergleich mit Slotspeed, mussten wir jetzt erst mal vorlegen, da Connie und Truppe, erst mal Pause hatte.
Ihre Vorgabe auf dem Moselring machte uns aber ein wenig Bauchschmerzen.
Willi, der sich mittlerweile warm gefahren hatte, zauberte dann mit unserem X-Box Renner, 10ner Zeiten auf den Monitor und denkt seit dem nicht mehr an Hobbyaufgabe.
Unser verbissener Kampf und das „immer Dran bleiben“ zeigte Wirkung.
Der SicherHeizDienst Nissan hatte Schleifer Probleme und musste einen Boxenstop einlegen.
Wir waren Fünfte und wechselten mit diesem Ergebnis auf den Mosel Race Way.
Die erste drei Plätze in unserer Gruppe fuhren aber ein Rennen in einer eigenen Klasse.
Drei Top Nissan und zwei reine Heimteams und Leo Chilli Racing die sich ebenfalls mit einem Heimascari verstärkt hatten, lieferten eine super Show ab.
Unsere Show wurde jetzt etwas zäh.
Nach dem Wechsel auf den Moselring, hatten wir gefühlt, ein anderes Auto auf der Bahn.
Zäh wie Gummi und mit einigen unkontrollierten Abflügen mussten wir schnell einsehen, das unser fünfter Platz, hier nicht zu halten ist.
Also immer mal rüber schauen auf die andere Strecke, was macht Slotspeed?
Connie zauberte und wir mussten jetzt auch noch eine Schüppe zulegen.
Den Schnitt von Slotspeed von 108 Runden auf dem Mosel Ring galt es zu knacken.
Nach drei Turns lagen wir zwei über Soll und jetzt ging es auf die drei schnellsten Spuren.
Zehn Runden über Soll, nach Turn vier und siebzehn über Soll nach Turn fünf.
Für uns lief es perfekt.
Für die Veranstaltung aber auch, denn an der Spitze tobte ein Zweikampf zwischen Eifelblitz und Leo Chilli Racing.
Die Gesamtführung wechselte ständig hin und her.
Die Entscheidung brachte die letzte Spur.
Zwei Heimascaris neben einander.
Joachim, Leo Chilli, auf Spur zwei und Ralf, Eifelblitz, auf der eins.
Bei fairen Kämpfen um die Position 1 und Kurvengeschwindigkeiten, die die Zuschauer mit der Zunge schnalzen ließen, hatte am Ende Joachim die Nase vorn.
Die Nase vorn hatte auch LOS.
Gregor baute das Soll auf 22 Runden aus und sicherte uns einen super sechsten Platz.
Kurz vor Mitternacht, ging das erste 1:32 GT Rennen im Renncenter Trier zu ende.
Martin bedankte sich bei allen Helfer, die für die Durchführung einer solchen Veranstaltung nötig sind und überreichte anschließend, bei der Siegerehrung, die Pokale.
Für uns ging ein Renntag zu ende der viel Spaß gemacht hat, bei dem wir unserer Philosophie treu geblieben sind, auch wenn wir nicht um die vorderen Plätze fahren konnten und bei dem in letzter Minute alles geklappt hat.
Ein riesen Dankeschön an das Team vom Renncenter Trier, für die Top Versorgung und Bewirtung der Rennmeute.
Der Braten war vom Feinsten und vom Pflaumenkuchen hätten wir gerne mehr gegessen, aber unsere Teamhemden spannten sowieso schon.
Danke auch an Martin, für deine Mühe mit den vielen Verrückten und ihren kleinen Autos.
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