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Heimwerkers Show

An diesem Sonntag, dem 30.01. 2011, hatte LOS ein Schlüsselerlebnis. Wir machten uns, ohne Frühstück, auf den Weg nach Frankfurt, zum Gruppe C Rennen, im Race A Way Zeilsheim. Ein „kein Frühstücks Rennen“ wird es aber bei LOS so schnell nicht mehr geben, denn Willi, Günter und die beiden neuen LOS Fahrer, Peter und Yannick knurrte von Aachen bis Frankfurt der Magen. Yannick unser Junior, der im letzten Jahr in Bardenberg und beim Porsche Grenzland Cup schon gezeigt hat, wie gut er mit dem Regler umgehen kann, sollte bei dieser Veranstaltung ein wenig Rennatmosphäre schnuppern, um einmal zu sehen, wie es in anderen Clubs abläuft. Nach außen hin ganz cool, nutzte er die Fahrt nach Frankfurt um noch ein wenig zu entspannen. Ganz entspannt war auch Peter, der erst seit einem Jahr slottet und in dieser Zeit gezeigt hat, das er richtig viel Talent besitzt.

Um halb zehn trafen die vier in Zeilsheim ein und nach einer kurzen Begrüßung wurden die Trainingsautos ausgepackt. Willi und Peter drehten auf der Holzbahn und Günter und Yannick auf der Carrera Bahn ihre Runden. Das LOS Einsatzauto blieb im Koffer, denn man wollte nicht noch viel Zeit mit Umbauarbeiten vor dem Rennen verschwenden. Günter, der schon einige Male im Race A Way zu Gast war, begnügte sich mit einem kurzen Training und hatte dann Zeit, sich ein wenig umzuschauen.

 Neben den „Heimteams“ Race A Way, und dem Sicher- Heiz- Dienst, war noch die IG Slotracing Wiesbaden vertreten. Auch Ferdis Garage stellte wieder eine Mannschaft und zählt damit, zu den alten Hasen beim Zeilsheimer 6h Rennen. Ferdi Schmökel gelingt es jedes Jahr wieder, einige Jungs  für unser Hobby zu begeistern. Neben den Jungs von den Skyline Racer, waren auch noch die Slot Cats vertreten. Das auch in Neubrunn echte Racer wohnen, zeigte die gleichnamige Truppe  die, wie LOS auch, einen Junior in ihren Reihen hatte. Auch der Drittplatzierte aus dem Vorjahr war wieder vertreten, DSF. In der selben Besetzung mit Diet, Stefan und Frank wollten die Drei ihren Erfolg wiederholen. Das zehnte Team auf der Starterliste hieß Binfort Racing, was oder wer sich hinter diesem Namen verbirgt kann ich euch leder nicht sagen. Wenn aber jemand Infos zu dieser geheimnisvollen Truppe hat, dann her damit.

Um zwölf Uhr wurde dann die fünfte Ausgabe der 6h Gruppe C gestartet und ab jetzt begann die Show der Heimwerker. Auf der Carrera Bahn starteten die Teams vom Race Way, die Heizer, LOS, DSF und die IG Wiesbaden. Gleich im ersten Turn gab es einen wie entfesselt fahrenden Matthias E., genannt Mato, zu bestaunen. Wie in Trance spulte er Runde um Runde ab. Er leistete sich keinen Fehler und brachte den Heiz- Dienst an die Spitze. Es geht doch nichts über gute Heimwerker.

Aber auch das Race Way Team, das mit Andreas H. am Drücker das Rennen eröffnete zeigte eine Top Leistung. Damit war der Kampf um Platz Drei mit den Wiesbadenern freigegeben.

Für LOS musste Yannick als erster ran. Ohne Nerven mischte er sofort im Geschehen mit und hatte nach wenigen Minuten die erste 10ner Zeit auf der Uhr stehen. Es sollte nicht die letzte sein und mit 10,54sec. machter er seinem Teamchef das Leben ziemlich schwer, denn der musste ständig nachlegen.

Schon im ersten Turn ein wenig aus dem Rhythmus geriet dagegen DSF. Ihr Jaguar lief bescheiden und es wurde vermutet, das man zu viel Gewicht mitschleppte. Also Auto aufgeschraubt und einige Wolfram Stücke rausgenommen. Eine Verbesserung stellte sich aber nicht ein.

Die Heimwerker Show setzte sich nach dem Wechsel auf die Holzbahn fort. Hier übernahm Frank S. vom Team Race A Way den Part des Hauptdarstellers. Wie schon im Vorjahr lies er den Mazda um den Kurs fliegen. Zehntel für Zehntel schraubte er die Bestzeit nach unten. Für den Sicher- Heiz- Dienst lief es auf der Holzbahn nicht ganz so gut. Günter R. und Harald M. hatten einige Mühe sich auf die enorme Bremswirkung ihres Motors ein zustellen. Aber als Heimwerker ist auch das nicht lange ein Problem.

LOS dagegen, hatte keine Probleme. Ihr Jaguar lief perfekt und Willi war zu ersten Mal auf der Holzbahn rund um zufrieden. Auch für Peter war die Bahn wie maßgeschneidert. Er machte kaum Fehler und sicherte dem Team schon früh den vierten Platz nach hinten ab.

Denn auch auf der Holzbahn konnte DSF nicht punkten. Noch immer klagten die Drei über zu wenig Motorleistung.

Das es aber nicht nur in dieser Startgruppe spannende Zweikämpfe und Spiegel an Spiegel Situationen gab ist klar. Auch die Skyline Racer lieferten sich einen tollen Kampf mit den Jungs von Binfort Racing. Immer wieder wechselte der Platz an der Sonne . Keines der beiden Teams gab auch nur eine Kurve verloren.

Aber auch der Defekt Teufel schlug an diesem Sonntag zu. Besonders hart traf es die Crew aus Neubrunn. Mehrmals musste man das Auto zerlegen um es instand setzen zu können. Schade für die sympathische Truppe.

Die Jungs von Ferdis Garage musste sich sechs Stunden mit den Slot Cats herum schlagen und es gelang ihnen nur mit Mühe sich vor dessen Krallen in Sicherheit zu bringen. Am Schluß waren es genau drei Runden.

Auf der Carrera Bahn gab es im Turn sechs das Aufeinandertreffen der beiden Heimwerker Frank und Mato und hier wurde alles geboten „außer Tiernahrung“.

Bei den Zuschauern wurde die Luft angehalten, absolute Ruhe an der Bahn nur hier und da ein Zunge schnalzen. Mehr als zwanzig Minuten jagte sich die beiden Mazda‘s um den Kurs. Keine zwanzig Zentimeter Abstand. Mal Mato vorne mal Frank in Führung. Keine unfaire Attacke, kein Herauskicken des Konkurrenten, sondern eine Heimwerker Show, die es in sich hatte. Dieser Zweikampf spielte sich in einem Feld ab in dem es auch nicht um die goldene Ananas ging , denn auch hier wurde um jeden Zentimeter Schiene gekämpft und immer mit größter Fairness gefahren. Diese Fairness ist ein Markenzeichen des 6h Rennens in Zeilsheim. Deshalb und wegen der tollen Stimmung und dem hochkarätigen Feld, zieht es die Teams immer wieder auf den Race A Way nach Zeilsheim.

Für LOS war an diesem Tag nach vorne hin nicht mehr zu holen, aber mit Yannick, der auf der Carrera Bahn so manchem DSF’ler den Auspuff zeigte und mit Peter, der sich als ganz schneller Mann, ohne großes Training gezeigt hat, ist der Ausgang des Rennens, optimal verlaufen. Mehr als Platz vier war nicht drin, aber von hinten drohte auch nie Gefahr auf den FÜNFTEN Platz.

Am Schluß musste die Lokomotive vom Race A Way, wegen einer defekten Motoraufhängung, noch mal zittern, aber es reichte dann doch zur erfolgreichen Titelverteidigung.

An dieser Stelle möchten sich Willi, Peter, Yannick und Günter bei Marcel und dem ganzen Race A Way Team für die Bewirtung und Betreuung bedanken. Es war wieder einmal eine super Veranstaltung, in einer offenen und herzlichen Atmosphäre . Wer Rennen in 1:32 fährt und noch nie die Fairness im Race A Way erlebt hat, der hat etwas versäumt. Bis zu nächste Rennen alles Gute von

LOS und dem alten Mann

 

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